Daniel Barenboim hat es vorgelebt: Neugier kann ein Schlüssel für ein friedvolles Zusammenleben sein. So freuen wir uns zum Eröffnungskonzert besonders auf ihn und sein West-Eastern Divan Orchestra, das sich aus jungen israelischen und palästinensischen Musikern zusammensetzt. Sie präsentieren in Stuttgart ein spannendes Programm mit Werken von Wagner und Verdi und zwei deutschen Erstaufführungen. Bei seinem Antrittskonzert wird der neue künstlerische Leiter der Bachakademie mit Händels Oratorium ›Israel in Egypt‹ ein Werk von geradezu bezwingendem Realismus und mitreißender Dramatik interpretieren.
Im Zentrum steht die neue Reihe der »Sichten auf Bach«, mit denen Spitzenensembles aus den Niederlanden, Belgien und Tschechien »ihren Bach« vorstellen. Selbstverständlich wird auch der »Stuttgarter Bach« nicht fehlen. Selbst Johannes Brahms’ Sicht wird erkennbar. Die vor kurzem wiederentdeckten Bearbeitungen von Bach-Kantaten sind eine kleine Sensation. In Kooperation mit der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und der Johannes Brahms Gesamtausgabe (Universität Kiel) werden die Werke erstmalig bei uns wieder erklingen. Und wer hätte gedacht, dass einmal Kent Nagano und Concerto Köln gemeinsam musizieren würden?!
Dem menschlichsten aller Instrumente, der Stimme, widmen wir eine Reihe von Nachtkonzerten. So entsteht ein Gipfeltreffen der Vokalensembles. Zusammen mit den vielen weiteren Konzerten und Veranstaltungen vom Schlagzeugkonzert über die Weltmeister des Breakdance »Flying Steps« bis hin zu Meisterwerken der klassischen Moderne entsteht ein vielgestaltiges und facettenreiches Programm. Es wird sicherlich vor allem Eines wecken: Ihre Neugier.