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Backakademie Stuttgart

Programm 2013

Donnerstag | 22. August 2013

19:00 | Beethoven-Saal | Eröffnungskonzert 1

Daniel Barenboim (Foto: Sheila Rock)
Als Daniel Barenboim 1999 zusammen mit dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said einen Workshop für junge Musiker aus Israel, Palästina und verschiedenen Staaten des Nahen Ostens einrichtete, war das der Beginn einer wunderbaren Geschichte: der Geschichte des West-Eastern Divan Orchestra. Unter Daniel Barenboims Leitung hat sich das Orchester zum wohl wichtigsten Fürsprecher eines friedlichen Nahen Ostens entwickelt. Mag die Versöhnung von Israelis und Palästinensern politisch noch eine Utopie sein, musikalisch wird sie hier alljährlich zur Praxis.

Freitag | 23. August 2013

19:00 | Uhlbach | Konzerte zum Wein 2

Avi Avital (Foto hs)

Ein Wandelkonzert für alle Sinne, für Gaumen und Ohr: Um 19, 20 und 21 Uhr werden von den Sommeliers des Weinbaumuseums und des Collegium Wirtemberg in der Kelter, dem Weinbaumuseum und der Andreaskirche Uhlbach erlesene Tropfen der Region vorgestellt, die während der folgenden Konzerte verkostet werden können. Jedes Konzertprogramm wird dreimal wiederholt, so dass jedermann alle Programme hören und alle Weine schmecken kann.

Samstag | 24. August 2013

07:00 | Berger Kirche | Sonnenaufgang I 3

Berger Kirche (Foto hs)

Ein Programm mit Liedern des berühmten englischen Renaissance-Komponisten. Barockcello und Gitarre bilden das harmonische Fundament, über dem sich die Singstimme und Saxophon entfalten. Singstimme und Sax übernehmen die Melodien, wobei das Saxophon sich frei macht und über die Themen von John Dowland improvisiert. Aber auch das Cello spielt seine gesangliche Seite aus. Zwischen den Liedblöcken erklingen vier Fragmente für Gitarre Solo des englischen Expressionisten Reginald Smith-Brindle. Ein Programm, das seine Energie aus der Stille heraus entfaltet.

19:00 | Beethoven-Saal | Stabwechsel 4

Stabübergabe (Foto hs)

Eine große Ära endet, und eine neue beginnt. Helmuth Rilling, der 1981 die Bachakademie gründete und ihre Geschicke 32 Jahre lang lenkte, übergibt die Akademieleitung und die Leitung der Ensembles der Bachakademie an Hans-Christoph Rademann. Der von Bach-Kantaten sinnfällig eingerahmte Festakt findet in Anwesenheit des Bundespräsidenten statt, der auch die Festrede hält.

Sonntag | 25. August 2013

10:00 | Stiftskirche | Musikfest-Gottesdienst 5

Junger Chor der Bachakademie (Foto hs)

Über vierhundert Jahre liegen zwischen den Hohelied-Vertonungen von Giovanni Pierluigi da Palestrina und Claus Bantzer, die in diesem Gottesdienst gemeinsam mit Werken von Reger und Waldemar Ahlen erklingen. Der junge Chor der Bachakademie, zusammengesetzt aus begabten Nachwuchssängerinnen und Nachwuchssängern, stellt wieder einmal seine beeindruckende Leistungsfähigkeit unter Beweis.

17:00 | Fruchtkasten | Musik-Café 6

Fruchtkasten

Vier renommierte Kritiker des Preises der deutschen Schallplattenkritik e. V — des einzigen unabhängigen deutschen Schallplattenpreises — debattieren über die Einspielungen von Händels ›Israel in Egypt‹. Die lebhafte Debatte über die Eigenarten von verschiedenen Interpretationen versteht sich als Einführung in die Aufführung des Werks durch Hans-Christoph Rademann am selben Abend.

19:00 | Stiftskirche | Antrittskonzert 7

Hans-Christoph Rademann (Foto hs)

Das 1738 entstandene Oratorium erzählt die Geschichte vom Auszug der Israeliten aus Ägypten. Plastisch und effektvoll schildert Händel die sieben Plagen, unter denen Ägypten zu leiden hat. Schließlich durchziehen die Israeliten triumphal das Rote Meer. Moses und die Prophetin Miriam stimmen den großen Siegesgesang an. Ungewöhnlich für Händels Kompositionsweise ist, dass er große Teile des Oratoriums dem Chor zuweist — und damit wird dieses Werk zum idealen Auftakt für Hans-Christoph Rademanns Zusammenarbeit mit den Ensembles der Internationalen Bachakademie Stuttgart.

Montag | 26. August 2013

19:00 | Theaterhaus | Jugendorchester 8

Gregor Hübner (Foto hs)

Der 1967 in Stuttgart geborene Gregor Hübner ist ein altbekanntes Gesicht beim Stuttgarter Musikfest. Schon zwei Auftragskompositionen hat der international gefragte Pianist, Violinist und Jazzmusiker im Auftrag der Bachakademie geschrieben. Peter Wienhardt wird das neue Klavierkonzert zusammen mit dem International Regions Orchestra unter der Leitung von Christian Lorenz uraufführen.

22:00 | Theaterhaus | A Cappella I 9

Voces8 (Foto: Benjamin Ealovega)

Dieses Programm umspannt fünf Jahrhunderte der europäischen Musikgeschichte. Voces8 mischt darin in einer für die Gruppe sehr typischen Weise das „klassische« Repertoire mit einer Reihe neuer Arrangements. Nicht nur irgendwelche, sondern Titel des „Who is Who« der englischen Rock- und Popszene, von den Beatles bis zu Freddie Mercury. Alle diese Songs haben die amerikanischen Charts gestürmt, eine „British Invasion« eben! Ein tolles Programm, das die Zuhörer mit dem Besten der englischen Musik der letzten 50 Jahre begeistern möchte.

Dienstag | 27. August 2013

12:00 | Landesmuseum Württemberg | Führung I 10

Landesmuseum Württemberg (Foto: Hendrik Zwietasch)

Neugier und Entdeckerlust sind in schwäbischen Gefilden historisch verankert. Entsprechende Mythen ranken sich um die »schwäbischen Tüftler«. Angefangen beim Mechanikerpfarrer Philipp Matthäus Hahn begeben wir uns neugierig in die Welt der hiesigen Erfinder und Genies.

19:00 | Markuskirche | Allerheiligenmesse 11

Collegium 1704 (Foto: Hasan El-Dunia)

Wer an Bach in Leipzig denkt, sollte auch an Jan Dismas Zelenka in Dresden denken. Denn Zelenka ist als Kirchenmusiker der katholische Gegenpart des Thomaskantors, und seine Musik zugleich Dokument Dresdner höfischer Opulenz, die mit Bachs kontrapunktischer und handelsstädtischer Disziplin bemerkenswert kontrastiert. So bietet dieses Konzert des herausragenden Collegium 1704 ebenso eine »Sicht auf Bach« wie das Kantatenkonzert des gleichen Ensembles am folgenden Tag.

22:00 | Wagenhallen | Shades of Bach 12

Daniel Schnyder (Foto : Thomas Cugini)

Daniel Schnyder, Gregor Huebner und Uri Caine bereisen seit Jahren, bis dahin unabhängig voneinander, die gleichen musikalischen Gebiete: Sie suchen Verbindungen zwischen Klassik, Jazz, Improvisation und ethnischer Musik. Nun haben sie sich zum ersten Mal zu einer gemeinsamen Expedition in die vielgestaltigen Landschaften Bachs zusammengefunden. Die Musik des deutschen Großmeisters hat alle Jazzmusiker, und selbstverständlich alle klassischen Musiker, immer begeistert!

Mittwoch | 28. August 2013

13:00 | Stiftskirche | Sichten auf Bach I 13

Václav Luks (Foto: Ludek Sojka)

Das tschechische Collegium 1704 unter seinem Dirigenten Vaclav Luks hat sich in kürzester Zeit den Ruf erworben, zu den gegenwärtig aufregendsten Ensembles der Alten Musik zu gehören. In der Reihe „Sichten auf Bach« machen sie nicht nur neugierig auf vier verschiedene Ansätze der Bach-Interpretation, sondern rücken auch Kantaten in den Mittelpunkt, in denen der neugierige Mensch drängende Fragen stellt.

19:00 | Mozart-Saal | Klavierabend 14

Herbert Schuch (Foto: Felix Broede)

Herbert Schuch ist nicht nur ein technisch und musikalisch meisterhafter Pianist, er ist auch ein feinsinniger Intellektueller mit wachem Gespür für die unterschwelligen Bezüge zwischen Kompositionen unterschiedlicher Epochen.

22:00 | Johanneskirche | Dozentenkonzert 15

Midori Seiler (Foto: Peter Witt)

Da Bachs Sonaten im Bereich der Instrumentalmusik leicht zwischen Titanen wie den Brandenburgischen Konzerten oder dem Klavierwerk unterzugehen drohen, ist dieses Konzert ein besonderes Juwel. Neben der Sonate in G-Dur BWV 1021 und der Sonate e-Moll BWV 1023, steht auf dem Programm auch die Suite in A-Dur BWV 1025, die auf einer Lautenkomposition des Dresdner Hofmusikers Silvius Leopold Weiß basiert. Sie verschafft uns einen Einblick in die Art und Weise von Bachs Kompositionsunterricht, da es sich mutmaßlich um eine Gemeinschaftskomposition mit einem seiner Schüler handelt.

Donnerstag | 29. August 2013

12:00 | Landesmuseum Württemberg | Führung II 16

Rudolf Guckelsberger (Foto hs)

Das alttestamentliche Hohelied ist das Lied der Liebe schlechthin. In neutestamentlicher Deutung besingt das Hohelied Christus als Bräutigam und die Kirche als Braut Christi (sponsus und ecclesia), aber auch Maria. Die Bildhaftigkeit des Hohelieds findet ihren Niederschlag auch in der Kunst. Davon zeugen die schönsten Marienbilder des späten Mittelalters, sowie der Leib Christi auf Bildern der Passion.

19:00 | Markuskirche | Das Lied der Lieder 17

Jos van Veldhoven (Foto Anna van Kooij)

Unter ihrem künstlerischen Leiter Jos van Veldhoven erkundet die ebenso ehrwürdige wie innovative Niederländische Bachvereinigung nicht nur den Planeten Bach, sondern auch den großen Kontinent seiner bedeutenden Vorläufer: Schein, Böhm, Buxtehude und andere. Das heutige Programm verweist mit seiner Hohelied-Thematik auf das »Sichten-auf-Bach«-Konzert desselben Ensembles am folgenden Tag, bei dem Bachs Hohelied-Kantate ›Ich geh und suche mit Verlangen‹ erklingen wird.

Freitag | 30. August 2013

13:00 | Stiftskirche | Sichten auf Bach II 18

De Nederlandse Bachvereniging (Foto: Marco Borggreve)

Vom Suchen und Finden handelt Bachs Kantate 49: »Ich geh und suche mit Verlangen dich, meine Taube, süße Braut. Sag an, wo bist du hingegangen, dass dich mein Auge nicht mehr schaut?« Die Niederländische Bachvereinigung, 1921 gegründet, ist das weltweit älteste Ensemble für alte Musik und bis heute eines der renommiertesten. Unter anderem führt sie seit 1922 jährlich Bachs ›Matthäus-Passion‹ auf — eine unüberbietbar große Tradition!

15:00 | Fruchtkasten | Musikfest-Café 19

Fruchtkasten und Stiftskirche (Foto hs)

Die Musikfest-Cafés sind seit vielen Jahren ein beliebter Treffpunkt von Künstlern und Publikum, Wissenschaftlern und Journalisten. Die Geigerin und Meisterkursdozentin Midori Seiler, die Dirigenten Jos van Veldhoven und Hans-Christoph Rademann und Intendant Gernot Rehrl ziehen in der Mitte des Musikfests erste Bilanz:  Es wird um Neugier gehen und um ganz unterschiedliche »Sichten auf Bach«. Ein Podium in Zusammenarbeit mit unserem Medienpartner SWR2.

19:00 | Theaterhaus | Fest der Sommerakademie 20

Theaterhaus (Foto hs)

Nach einer Woche des Probierens und Studierens endet die Sommerakademie mit diesem großen musikalischen Fest. Absolventen der Klassen Midori Seiler (Violine) und Christian Rieger (Cembalo), Christiane Iven, Gerhild Romberger und Olaf Bär (Gesang) und der Dirigierklassen von Hans-Christoph Rademann und Kaspars Putniņš konzertieren simultan in drei Sälen des Theaterhauses.

Samstag | 31. August 2013

07:00 | Berger Kirche | Sonnenaufgang II 21

Nadja Zwiener (Foto: Agentur)

In ihrem Duoprojekt mit dem Berliner Elektronikkomponisten, Soundforscher und DJ Johannes Malfatti erkundet die Geigerin Nadja Zwiener die Erweiterungs- und Dialogmöglichkeiten des Barockgeigenrepertoires: Musik des 17. Jahrhunderts von Thomas Baltzar, Johann Joseph Vilsmayr, Arcangelo Corelli und Heinrich Ignaz Franz Biber bildet die Grundlage für vielfältige Spiegelungen, Klangerweiterungen und Soundexperimente. Dabei wird die Barockgeige teilweise mikrofoniert oder elektronisch verstärkt. Mit den Sounds und Samples aus dem Computer entwickelt sich im Konzert ein inspirierendes und vielfältiges Duett auf Augenhöhe zwischen zwei ganz unterschiedlichen Musikern, Instrumenten und Epochen.

19:00 | Theaterhaus | The Battle of Bach 22

ElbtonalPercussion (Foto Agentur)

Das Peter Sadlo Quintett kontrastiert Werke von Johann Sebastian Bach mit Stücken für Schlagzeug von Mark Glendworth, Didier Benetti, Kyril Stoyanov, Libor Sima und Chick Corea. Ein herrlicher Grenzgang zwischen Klassik und Jazz, Melodie und Rhythmus. Wie kaum eine andere Formation beherrschen die vier Hamburger Schlagwerker von ElbtonalPercussion den »kreativen Crossover« aus Klassik, Jazz & Weltmusik, Neuer Musik, Rock & Drum’n’ Bass. Mit ihrem Instrumentarium weben sie prägnante Bachzitate in ihre Repertoirestücke.

Sonntag | 01. September 2013

10:00 | Stadtkirche Bad Cannstatt | Musikfest-Gottesdienst II 23

Jörg-Hannes Hahn (Foto privat)

Der italienische Komponist Giacinto Scelsi ist einer der rätselhaftesten Musikerfiguren im 20. Jahrhundert. Völlig von der Außenwelt abgeschirmt  schuf der Anhänger fernöstlicher Philosophien Werke, die sich keiner konventionellen Stilrichtung im 20. Jahrhundert zuordnen lassen. Er vermied dabei sogar die eigentliche Arbeit des Komponierens, indem er auf Tonband aufgezeichnete Improvisationen von anderen transkribieren ließ.

19:00 | Mozart-Saal | Liederabend 24

Marlis Petersen (Foto: Yiorgos Mavropoulos)

»Das ewig Weibliche« — so lautet der Titel dieses Liederabends mit Vertonungen Goethescher Gedichte. Casanovas Diktum, drei Viertel der Liebe bestünden aus Neugier, findet in diesem Programm seine Bestätigung. Mit Liedern von Schubert, Mendelssohn, Fanny Hensel, Wagner, Beethoven, Eisler, Bruch, Krenek, Wolf, Schumann, Braunfels, Liszt, Trojahn u. a.

22:00 | Hegel-Saal | Red Bull Flying Bach 25

Red Bull Flying Bach (Foto: Flying Steps Entertainment)

Bach und Breakdance passen nicht zusammen!? Das Gegenteil beweisen die vierfachen Breakdance-Weltmeister Flying Steps und Opernregisseur Christoph Hagel mit ihrer faszinierenden Performance Red Bull Flying Bach. Dabei stellen sie die internationale Klassikwelt auf den Kopf und sprengen mit ihrer Übersetzung von Bachs ›Wohltemperierten Klavier‹ die Grenzen zwischen Hoch- und Jugendkultur. Ton für Ton. Schritt für Schritt. Mit Klavier, Cembalo und elektronisch verfremdeten Beats. Mit Headspins, Powermoves und Freezes. Mit Visuals. Mit eigener Geschichte. Siebzig Minuten lang.

Montag | 02. September 2013

13:00 | Stiftskirche | Sichten auf Bach III 26

Hans-Christoph Rademann (Foto hs)

Erst vor wenigen Monaten wurde Brahms’ Bearbeitung der Kantate BWV 21 in einem Wiener Archiv entdeckt. Im MUSIKFESTUAGART wird sie nun erstmals seit Brahms’ Tod aufgeführt. Die Studienaufführung findet statt in Zusammenarbeit mit der Johannes Brahms-Gesamtausgabe (Universität Kiel).

19:00 | Hegel-Saal | Red Bull Flying Bach 27

Red Bull Flying Bach (Foto: Flying Steps Entertainment)

Bach und Breakdance passen nicht zusammen!? Das Gegenteil beweisen die vierfachen Breakdance-Weltmeister Flying Steps und Opernregisseur Christoph Hagel mit ihrer faszinierenden Performance Red Bull Flying Bach. Dabei stellen sie die internationale Klassikwelt auf den Kopf und sprengen mit ihrer Übersetzung von Bachs ›Wohltemperierten Klavier‹ die Grenzen zwischen Hoch- und Jugendkultur. Ton für Ton. Schritt für Schritt. Mit Klavier, Cembalo und elektronisch verfremdeten Beats. Mit Headspins, Powermoves und Freezes. Mit Visuals. Mit eigener Geschichte. Siebzig Minuten lang.

22:00 | Johanneskirche | Soloabend 28

Carolin Widmann (Foto: Agentur)

Dreimal wird man Bachs >Partita d-Moll< im diesjährigen Musikfest Stuttgart in immer neuen Zusammenhängen begegnen: Beim Klavierabend von Igor Levit am 4. September, beim Konzert des Hilliard Ensembles am 6. September — und bei diesem Soloabend von Carolin Widmann, die dieses Gipfelwerk Bachs mit älterer und neuerer Moderne kombiniert, so wie es die Art von Carolin Widmann ist, der Denkerin unter den Violinvirtuosen.

Dienstag | 03. September 2013

12:00 | Staatsgalerie | Führung III 29

Staatsgalerie (Foto hs)

Eines der edelsten Vermächtnisse der Renaissance ist die Rede des vierundzwanzigjährigen Giovanni Pico della Mirandola ›Über die Würde des Menschen‹ (1486). 900 öffentlich angeschlagene Thesen lockten Gelehrte der Universitäten Europas nach Rom, um über Fragen nach dem Wesen des Menschen nachzudenken und zu diskutieren. Pico zufolge sind die Menschen die »Synthese des Universums« und können in einem Akt des freien Willens ihre Stellung im Kosmos selbst bestimmen. Die Neugier am Menschen und das damit verbundene Menschenbild manifestieren sich vor allem in den Porträts des italienischen und deutschen Humanismus.

19:00 | Theaterhaus | Tanztheater 30

Tanztheater Katja Erdmann-Rajski (Foto: Leon Kirchlechner)

In den Oratorien werden die Grundfragen menschlicher Existenz durchgespielt: Geburt und Tod, Freude und Schmerz, der Wunsch nach Sicherheit und Form, das Wissen um die eigene Sterblichkeit. Es sind diese existenziellen Fragen, die das Tanztheater »die sieben schmerzen« aus dem christlichen Kontext herauslöst, um so in dieser sakralen Musik neue Deutungs- und Ordnungsmuster für unsere ganz profane Existenz im Hier und Jetzt zu finden. Im Ritual als Tanzoratorium.

Mittwoch | 04. September 2013

19:00 | Mozart-Saal | Klavierabend 31

Igor Levit (Foto Felix Broede)

„Auf ein System, für ein kleines Instrument schreibt der Mann eine ganze Welt von tiefsten Gedanken und gewaltigsten Empfindungen.“ So schwärmte Brahms über Bachs Chaconne g-Moll BWV 1006 für Violine solo, die er für das Klavier in einer Fassung für die linke Hand alleine einrichtete. Dass Igor Levit aber auch mit zwei Händen spielen kann, muss der mehrfache Preisträger internationaler Wettbewerbe und gefragte Virtuose längst mehr beweisen.

19:00 | Theaterhaus | Tanztheater 32

Tanztheater Katja Erdmann-Rajski (Foto: Jo Grabowski)

In den Oratorien werden die Grundfragen menschlicher Existenz durchgespielt: Geburt und Tod, Freude und Schmerz, der Wunsch nach Sicherheit und Form, das Wissen um die eigene Sterblichkeit. Es sind diese existenziellen Fragen, die das Tanztheater »die sieben schmerzen« aus dem christlichen Kontext herauslöst, um so in dieser sakralen Musik neue Deutungs- und Ordnungsmuster für unsere ganz profane Existenz im Hier und Jetzt zu finden. Im Ritual als Tanzoratorium.

22:00 | Weißer Saal | Bach tanzt Tango 33

Artemis Quartett (Foto: MolinaVisuals)

Dieses Programm offeriert eine Sicht auf Bach durch die Tangobrille und man darf staunen, wie gut das zusammengeht. Das Artemis Quartett ist nicht nur eines der renommiertesten Ensembles für das klassisch-romantische Repertoire, sondern auch ein Spezialist für erhellende Programmzusammenstellungen.

Donnerstag | 05. September 2013

10:00 | Fruchtkasten | Ausstellung »Aus Brahms' Werkstatt«

Aus Brahms' Bearbeitung der Kantate BWV 50 (Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien)

Im Rahmen des Symposions zu Bach und Brahms sind am 5. und 6. September im Vortragssaal des Fruchtkastens einige ausgewählte Quellen zu den Bearbeitungen der Bach-Kantaten durch Johannes Brahms zu sehen. Diese Präsentation aus dem Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien soll mit erläuternden Kommentaren Brahms’ Arbeit nachvollziehbar und verständlich machen.
 

12:00 | Staatsgalerie | Führung IV 34

Staatsgalerie (Foto hs)

Rembrandt und Proust — wie mag das wohl zusammengehen? Wir sind selbst sehr neugierig. Lassen Sie sich überraschen, welche verborgenen Parallelen in dieser literarisch-visuellen Führung mit der Kunsthistorikerin und langjährigen Musikfest-Spezialistin Catharina V. Wittig und dem großartigen Sprecher Rudolf Guckelsberger aufgedeckt werden.

15:00 | Fruchtkasten | Symposium »Brahms und Bach« 35

Otto Biba und Robert Pascall (Foto hs)

Erst vor wenigen Monaten wurde in einem Wiener Archiv Brahms’ Bearbeitung der Kantate BWV 21 entdeckt. In diesem Symposium soll es darum gehen, inwiefern die Wiederentdeckung ein neues Licht auf das Verhältnis von Brahms zu Bach wirft und ob die Geschichte der Bach-Renaissance des 19. Jahrhunderts, die ja in großen Teilen als Verdienst Felix Mendelssohn-Bartholdys gesehen wird, neu betrachtet werden muss.

19:00 | Weißer Saal | Brahms pur 36

Jos van Immerseel (Foto: Alex Vanhee)

Johannes Brahms stand schon an anderer Stelle im Zentrum des diesjährigen Musikfests:  Als Bearbeiter von Bachs Kantaten.  In diesem Konzert kann man seine Kammermusik erleben, interpretiert von einer Riege international gefragter Solisten.

19:00 | Theaterhaus | Tanztheater 37

Tanztheater Katja Erdmann-Rajski (Foto: Leon Kirchlechner)

In den Oratorien werden die Grundfragen menschlicher Existenz durchgespielt: Geburt und Tod, Freude und Schmerz, der Wunsch nach Sicherheit und Form, das Wissen um die eigene Sterblichkeit. Es sind diese existenziellen Fragen, die das Tanztheater »die sieben schmerzen« aus dem christlichen Kontext herauslöst, um so in dieser sakralen Musik neue Deutungs- und Ordnungsmuster für unsere ganz profane Existenz im Hier und Jetzt zu finden. Im Ritual als Tanzoratorium.

22:00 | Domkirche St. Eberhard | A Cappella II 38

Nordic Voices (Foto: Guri Dahl)

Das Leben scheint sich in Zyklen zu bewegen. Wir werden geboren, wir schenken nachfolgenden Generationen Leben und wir sterben. Alles scheint ein Ende zu haben, aber in jedem Ende steckt ein neuer Anfang und neue Möglichkeiten. In diesem Programm wird Nordic Voices sich näher mit solcher Musik beschäftigen, die es im Zusammenspiel vermag, die Zeit ein wenig anzuhalten.

Freitag | 06. September 2013

10:00 | Fruchtkasten | Ausstellung »Aus Brahms' Werkstatt«

Aus Brahms' Bearbeitung der Kantate BWV 50 (Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien)

Im Rahmen des Symposions zu Bach und Brahms sind am 5. und 6. September im Vortragssaal des Fruchtkastens einige ausgewählte Quellen zu den Bearbeitungen der Bach-Kantaten durch Johannes Brahms zu sehen. Diese Präsentation aus dem Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien soll mit erläuternden Kommentaren Brahms’ Arbeit nachvollziehbar und verständlich machen.
 

13:00 | Stiftskirche | Sichten auf Bach IV 39

Anima Eterna Brugge (Foto Alex Vanhee)

Brahms richtete mehrere Kantaten Bachs für eigene Aufführungen ein; an jenen, die heute erklingen, nahm er bedeutende Änderungen vor. Die Studienaufführung der von Brahms bearbeiteten Bach-Kantaten nach dem Notentext der Johannes-Brahms-Gesamtausgabe (der entsprechende Band ist in Vorbereitung) findet statt in Zusammenarbeit mit dem Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und der Johannes Brahms-Gesamtausgabe (Universität Kiel).

19:00 | Augustinum Killesberg | Kammerkonzert 40

Bach-Collegium Kammerkonzert (Foto hs)

Das Bach-Collgium Stuttgart ist nicht nur das bachakademische »Haus-Orchester«, sondern ein Zusammenschluss von hervorragenden Solisten, von denen die meisten in unterschiedlichen Kammer-Ensembles die kleinen feinen Formen pflegen. Daraus ergeben sich immer wieder aparte Kombinationen, die selten (oder nie) gehörtes Repertoire darbieten – im Musikfest zu erleben auf dem Killesberg, im beeindruckenden Bau des Augustinums.

19:00 | Theaterhaus | Tanztheater 41

Tanztheater Katja Erdmann-Rajski (Foto: Jo Grabowski)

In den Oratorien werden die Grundfragen menschlicher Existenz durchgespielt: Geburt und Tod, Freude und Schmerz, der Wunsch nach Sicherheit und Form, das Wissen um die eigene Sterblichkeit. Es sind diese existenziellen Fragen, die das Tanztheater »die sieben schmerzen« aus dem christlichen Kontext herauslöst, um so in dieser sakralen Musik neue Deutungs- und Ordnungsmuster für unsere ganz profane Existenz im Hier und Jetzt zu finden. Im Ritual als Tanzoratorium.

22:00 | Domkirche St. Eberhard | A Cappella III 42

Muriel Cantoreggi (Foto: Stefan Bremer)

Nicht nur Bach kannte und nutzte es: das Spiel mit in der Musik verborgenen Botschaften. Verdeckte musikalische Zitate und Zahlensymbole können Träger solcher Bedeutungen sein. Die Musikwissenschaftlerin Helga Thoene fand vor Jahren heraus, dass Bachs berühmte Ciaccona aus der Partita d-Moll BWV 1004 für Violine solo voller Choralmelodien steckt. Das Hilliard Ensemble hat aus dieser Erkenntnis ein fesselndes Konzertprogramm entwickelt …

Samstag | 07. September 2013

07:00 | Berger Kirche | Sonnenaufgang III 43

Per Arne Glorvigen (Foto: Agentur)

Bach auf dem Bandoneon? Mag das auf den ersten Blick verwundern, so kann man sicher sein, dass der Thomaskantor seinen Segen dazu gegeben hätte, war er doch stets interessiert an neuen, ungewöhnlichen Instrumenten und am Experimentieren mit verschiedenen Stilen und Gattungen. Neben Werken von Henri Dutilleux und  Astor Piazzolla  wird hier auch die Uraufführung eines neuen Werks des Bandoneon-Virtuosen Per Arne Glorvigen zu hören sein.

19:00 | Beethoven-Saal | Ein feste Burg 44

Kent Nagano (Foto: Felix Broede)

Von Bach über den Sohn Carl Philipp Emanuel und Mendelssohn bis hin zu Ulrich Kreppein — auch dies ist eine Art, auf Bach zu sehen, es ist gewissermaßen ein »Bach und die Folgen«-Programm. Der von der Deutsche Bank Stiftung geförderte Ulrich Kreppein wird sich in seinem neuen Werk wie Mendelssohn mit dem Choral ›Ein feste Burg ist unser Gott‹ auseinandersetzen. Auf die Zusammenarbeit Kent Naganos mit den Alte-Musik-Spezialisten von Concerto Köln darf man in diesem Zusammenhang ganz besonders gespannt sein.

19:00 | Theaterhaus | Tanztheater 45

Tanztheater Katja Erdmann-Rajski (Foto: Leon Kirchlechner)

In den Oratorien werden die Grundfragen menschlicher Existenz durchgespielt: Geburt und Tod, Freude und Schmerz, der Wunsch nach Sicherheit und Form, das Wissen um die eigene Sterblichkeit. Es sind diese existenziellen Fragen, die das Tanztheater »die sieben schmerzen« aus dem christlichen Kontext herauslöst, um so in dieser sakralen Musik neue Deutungs- und Ordnungsmuster für unsere ganz profane Existenz im Hier und Jetzt zu finden. Im Ritual als Tanzoratorium.

Sonntag | 08. September 2013

10:00 | Domkirche St. Eberhard | Musikfest-Gottesdienst III 46

Mädchenkantorei St. Eberhard (Foto hs)

Im dritten Musikfest-Gottesdienst steht Ralph Vaughan-Williams‘ Magnificat, sowie die Missa brevis in D-Dur von Benjamin Britten auf dem Programm, die er 1959 für den Knabenchor der Westminster Abbey komponierte.

14:30 | Bad Cannstatt | Musikfest Open 47

Gesang in der Liebfrauenkirche (Foto hs)

Den ehrwürdigen Uffkirchhof in Bad Cannstatt umgeben drei schöne Kirchen: In dreimal drei Simultankonzerten zeigen Stuttgarter Chöre, warum Stuttgart gerne »Chorhauptstadt« genannt wird. Zwischen den Konzerten kann man wandeln, besichtigen, essen und trinken. Hymnus-Chorknaben Stuttgart.

19:00 | Hegel-Saal | Abschlusskonzert - Sakral Modern I 48

Hans-Christoph Rademann (Foto hs)

Dieses Abschlusskonzert ist zugleich der Beginn der neuen, dreiteiligen Reihe »SAKRAL MODERN«, die gemeinsam von der Gächinger Kantorei und dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR bestritten wird. Sie widmet sich einem unbedingt hörenswerten Repertoire, das heutzutage weder in den Kirchen noch den Konzertsälen so recht zu Hause ist. Das Konzertprofil wird zudem erweitert: Durch Gespräche mit prominenten Gästen wird das Programm ergänzt. 

Samstag | 14. September 2013

19:00 | Musikhochschule | Musikfest Extra - Türkei I 49

Zafer Gündogdu (Foto: Agentur)

Spuren suchend: Zafer Gündogdu, der in der Türkei als einer der erfolgreichsten Interpreten türkischer Volksmusik gilt, nimmt Sie mit auf eine Reise durch die Türkei mit viel Liebe und Schmerz. Lovestorys auf türkisch… Geheimnisvoll-Sakral — ein Chorkonzert: Die Sängerinnen und Sänger des Jungen Chores der Bachakademie treten hier gemeinsam mit dem Eastern Ensemble — einem kleinen türkischen Vokalensemble — auf. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach Gemeinsamkeiten in der christlichen Chorliteratur sowie der türkischen Sufi-Musik.

Sonntag | 15. September 2013

14:00 | Kulturhaus Arena | Musikfest Extra - Türkei II 50

Bem Folk Dance Ensemble (Foto: Agentur)

Ein buntes und verzauberndes Familienfest lädt ein zur Entdeckung der vielfältigen türkischen Kultur. Mit Musik, Tanz, Märchen und vielen Angeboten zum Zuhören / Schauen und Mitmachen. Um 14:00 Uhr geht es los mit einer musikalischen Reise von Stuttgart nach Istanbul mit deutschen und türkischen Volksliedern und Tänzen. Gespielt und gesungen von Musikern des Ensemble Rossi und türkischen Gästen sowie der türkischen Volkstanzgruppe BEM Folk Dance Ensemble. Im Anschluss finden in lockerer Abfolge parallel verschiedene Workshop-Angebote sowie Konzerte statt. Auch »Trimum« wird beim »Musikfest extra« vertreten sein: Das mehrjährige interreligiöse Projekt der Internationalen Bachakademie Stuttgart startete 2012 mit der Frage »Wie klingt, was du glaubst?«. Zu Jane Dunkers damaliger Fotoausstellung, in der zahlreiche Stuttgarter Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit ihren persönlichen »Glaubensklängen« porträtiert wurden, ist mittlerweile ein Bildband mit ergänzenden Essays und Texten entstanden. Dieses »Trimum-Buch« werden wir im Rahmen des Familienfestes erstmals der Öffentlichkeit präsentieren. Zahlreiche türkische Köstlichkeiten sorgen für das leibliche Wohl.