
In der Nacht träumt sich der Mensch hinein in andere Wirklichkeiten – zauberhafte und grauenhafte.
Kurt Weills Kinderpantomime Die Zaubernacht – die das Musikfest erstmals seit 1922 in ihrer Originalfassung auf die Bühne bringt – thematisiert die Verzauberung aller Menschen und Dinge. Franz Liszt war ein begnadeter Schöpfer imaginierter Welten, auch in den Werken, die der Pianist Klaus Sticken interpretiert. Das arabisch-israelische Ensemble SheshBesh träumt den Traum einer gelingenden Völkerverständigung; Urs Widmer liest aus seinem Buch der Albträume. Robert Schumanns Oratorium Der Rose Pilgerfahrt erzählt das Märchen von der Elfe Rose, die erfahren möchte, wie das ist, wenn Menschen lieben, und dafür den »irdischen« Tod in Kauf nimmt. In Shakespeares und Mendelssohns Sommernachtstraum geht es nächtens der Liebe wegen drunter und drüber. Kay Johannsens Orgeloper Nachtbus erzählt davon, wie zwei Menschen redend, träumend und schlafend die Nacht verbringen. Engel sind mit im Spiel. Vielleicht kann man die Engel auch hören, wenn Karlheinz Stockhausens Sternklang im Killesbergpark erklingt und diese Parkmusik eins wird mit dem funkelnden Universum.
Mittwoch, 1. September bis Dienstag, 7. September