
In einer Festivalwoche über Liebe und Wahnsinn darf die berühmteste Dreiecksbeziehung der Musikgeschichte nicht fehlen. Über das Enigma Trio schrieb die Frankfurter Neue Presse: »Von diesem viel versprechenden Ensemble möchte man gern in den nächsten Jahren mehr hören.« Nun ist Gelegenheit dazu.

In seinem Künstlerroman erzählt Peter Härtling aus der Perspektive des Pflegers von Robert Schumanns in dessen letzten Jahren in der Endenicher Nervenheilanstalt. Eingewoben in den poetisch-biographischen Bericht sind Rückblicke auf die wichtigsten Stationen dieses ungewöhnlichen Künstlerlebens.

Durch den spektakulären Triumph bei gleich drei bedeutenden internationalen Wettbewerben (Casagrande-Wettbewerb Terni/Italien, London International Piano Competition, Internationaler Beethoven-Klavierwettbewerb Wien) machte Herbert Schuch in der Saison 2004–2005 auf sich aufmerksam und verfolgt seitdem eine bemerkenswerte Solistenkarriere. Die Werkauswahl, die Schuch für das Musikfest getroffen hat, verbindet assoziativ das Phänomen der Nacht mit dem des Spätwerks.

Galt die Nacht den Künstlern des 19. Jahrhunderts als utopische Gegenwelt, so fasziniert die Komponisten der Gegenwart mehr die veränderte Wahrnehmung, die das Dunkel der Nacht mit sich bringt: Farben weichen dem Schwarzweiß, Dinge erscheinen plötzlich überlebensgroß. Salvatore Sciarrinos schattenhafte Notturni etwa kreisen stets um die gleichen Floskeln, so als ob man, wie im Zustand der Schlaflosigkeit, mit dem Denken nicht weiterkomme.