
Dass auf die Nacht stets der Morgen folgt, ist eine tröstliche Gewissheit. In vielen Morgenliedern haben Komponisten das Vergehen des Dunkels und das Glück des Morgens besungen.

Aus verschiedenen Drucken mit Psalm- und Motettenkompositionen Alessandro Grandis hat der Musikwissenschaftler Rudolf Ewerhart diese prachtvolle Marienvesper zusammengestellt. Alessandro Grandi war neben Claudio Monteverdi Vize-Kapellmeister am Markus-Dom in Venedig und ist für die Musikgeschichte Italiens nicht minder bedeutend. Er prägte maßgeblich die Herausbildung konzertierender Verfahren und bewies einen bis dahin unerhörten Einfallsreichtum bei der Exegese bekannter Texte. Bahnbrechend sind seine Solo-Motetten »con sinfonie«. Matthew Halls, zeitweise Leiter von The King’s Consort und inzwischen ein international gefragter Gastdirigent nicht nur für Alte Musik, wird mit den Ensembles der Bachakademie Grandis Vesper auch auf CD einspielen.

Die Peri, Kind eines gefallenen Engels und einer Sterblichen, versucht Zutritt zum Paradies zu erlangen, von dem sie aufgrund ihrer unreinen Herkunft ausgeschlossen wurde. Ihre ersten beiden Opfergaben – das Blut eines tapferen, jungen Kriegers und der letzte Seufzer einer in den Armen ihres von der Pest dahingerafften Geliebten sterbenden Jungfrau – werden von dem himmlischen Wächter nicht anerkannt. Erst mit den Tränen eines reuigen Verbrechers beim Anblick eines betenden Knaben erreicht die Peri schließlich ihr Ziel.

Die Hauptfigur in Bowens Dämonischem Liebhaber hat nach dem Schock des deutschen »Blitzkriegs« 1940 übernatürliche Erscheinungen, der Titelheld der Lovecraft-Novelle wird, unter Schock stehend, in einem Sumpfgebiet aufgegriffen, und bei Poe möchte der namenlose Protagonist beweisen, dass er, ein Mörder, nicht wahnsinnig ist – eine wahrhaft grauenvolle Nacht!