»Meisterschüler-Meister« – Vier ausgewählte Absolventen der letztjährigen Gesangsmeisterkurse erarbeiten gemeinsam mit dem Klavierduo Stenzl ein attraktives Repertoire: Werke für Vokalquartett und vierhändiges Klavier. In der Großen Stuttgarter Nachtmusik am 11. September werden die Ergebnisse dieses Meisterkurses im Konzert präsentiert.
Helen Donath ist eine wahre Sängerinnen-Legende, Rudolf Piernay als Lehrer weltweit gefragt. Im Schumann-Jahr machen die beiden Dozenten vielversprechende junge Sängerinnen und Sänger mit Schumanns Szenen aus Goethes »Faust« und der Kunst des Liedgesangs vertraut. Einige der Teilnehmer werden beim Abschlusskonzert mitwirken.

Die vier jungen Blockflötistinnen des Quartet New Generation kontrastieren auf überraschende Weise Alte und Neue Musik. Ihr umfangreiches Instrumentarium behandeln sie mit verblüffender, energiegeladener Virtuosität, die immer wieder Komponisten zu neuen Werken inspiriert.

Seit dem 14. Jahrhundert gehen Tanz und Tod, Musik und Vergänglichkeit in den Darstellungen der Totentänze eine sonderbare und faszinierende Verbindung ein. Uli Wunderlich, Präsidentin der Europäischen Totentanz-Vereinigung, gibt Auskunft über die vielfältigen musik- und kunsthistorischen Aspekte des Totentanzes, Walter Salmen berichtet über die symbolische Bedeutung der Musikinstrumente, die vom Tod höchstselbst gespielt werden.

Füße, Knie, Hände, Seite, Brust, Herz und Gesicht des gekreuzigten Jesus Christus (»Membra Jesu nostri patientis sanctissima« – »Die allerheiligsten Gliedmaßen unseres leidenden Jesus«) werden in dem staunenmachenden siebenteiligen Kantatenzyklus Dieterich Buxtehudes auf Texte Arnulf von Löwens besungen – ein Meisterwerk lutherischer Passionsmystik. Ganz im Geiste des Werks ergänzen der Jazzmusiker Uri Caine und das Rilke Ensemble die Kantaten um meditative Zwischenspiele und Rahmenteile.

Der armenische Pianist und Komponist David Gazarov ehrt Frédéric Chopin auf seine Weise: Die hochexpressiven und virtuosen Werke des vor 200 Jahren geborenen Komponisten verarbeitet er mit seiner anspruchsvollen und stilsicheren Jazzkenntnis zu neuen eigenen Werken im Grenzbereich zwischen Jazz und Klassik.