
»Wie ein kleines Kind, so ist meine Seele in mir« (Psalm 131). Diese Kompositionen seien eine einfache und bescheidene Sache, sein jüngstes Kind, altmodisch und süß – so hat Leonard Bernstein die 1965 entstandenen Chichester Psalms beschrieben.
Helen Donath ist eine wahre Sängerinnen-Legende, Rudolf Piernay als Lehrer weltweit gefragt. Im Schumann-Jahr machen die beiden Dozenten vielversprechende junge Sängerinnen und Sänger mit Schumanns Szenen aus Goethes »Faust« und der Kunst des Liedgesangs vertraut. Einige der Teilnehmer werden beim Abschlusskonzert mitwirken.

»Dann soll der Mond, gleich einem Silberbogen, Am Himmel neu gespannt, die Nacht beschaun Von unserm Fest.« Shakespeares Komödie beschreibt einen nächtlichen Traum voller Irrungen und Wirrungen. Wie geschaffen ist das Stück für Klaus Maria Brandauer, der in sämtliche Rollen schlüpft: Oberon, König im Elfenreich, seine Gattin Titania, Zettel, Theseus, Puck und die Mitbewohner. Den gerade einmal siebzehnjährigen Mendelssohn hat der Sommernachtstraum zu einer wunderbar schwerelosen Musik inspiriert, die hier in einer Fassung für zwei Klaviere erklingt.

Ein Sommerabend. Zwei junge Menschen, unterwegs in jeder Hinsicht, begegnen sich im Park. Sie reden, träumen, schlafen. Aus Minuten werden Stunden, eine ganze Nacht. Auch Engel sind im Spiel, sie werden gebraucht. Der Morgen kommt. Nachtbus ist Schauspiel und Musiktheater, ist konkrete Handlung genauso wie himmlische Fantasterei. Nachtbus ist ein durchaus geistliches Stück, aber es gibt darin mehr Fragen als Antworten. Bei der Musik spielt neben den großen vokalen Partien der Engel die Orgel eine zentrale, orchestrale Rolle – insofern ist Nachtbus auch eine »Orgeloper«.