
In dieser einstündigen Führung durch die Staatsgalerie geht es um den Traum des Künstlers: Böcklin träumt von Eichendorff, Kleist von Friedrichs Gemälden, Burne-Jones von Märchen und Mittelalter, und Klee erträumt sein »Ich« mit Benjamins angelus novus. Unter anderem werden Arnold Böcklins Villa am Meer, Caspar David Friedrichs Böhmische Landschaft und Paul Klees angelus militans gezeigt.

Kaum ein Komponist hat Träume und Visionen suggestiver in Musik gefaßt als Franz Liszt. Klaus Sticken, dessen Spiel die Süddeutsche Zeitung feinsinnig und durchgeistigt, die Neue Zürcher Zeitung sensibel und nuancenreich genannt hat, ist als großartiger Liszt-Interpret immer noch ein Geheimtip – ein Traumdeuter und subtiler Geschichtenerzähler.

Erstmals seit 1922 erklingt Kurt Weills Kinderpantomime »Die Zaubernacht« am 2. September in ihrer ursprünglichen Klanggestalt. Die Wiederentdeckung des originalen Stimmenmaterials gleicht einer Kriminalgeschichte. Elmar Juchem wird darüber berichten – er ist Mitherausgeber der kritischen Edition der Zaubernacht und kennt das Werk wie niemand sonst. Die Choreographin Nina Kurzeja hat die Kindergeschichte aus den zwanziger Jahren für das Musikfest in eine moderne Bildsprache übersetzt.

»Dieser Junge ist die größte musikalische Begabung, der ich in meinem ganzen Leben begegnet bin«, hat Alfred Brendel über Kit Armstrong, den achtzehnjährigen Pianisten, gesagt, der als Wunderkind begann und nun am Beginn einer großen Karriere steht. Das Konzert des weltberühmten Orchesters markiert den Beginn des großen Schumann-Zyklus im Rahmen des Musikfests.

Das arabisch-jüdische Ensemble SheshBesh vereinigt vier der besten arabischen Musiker Israels und Mitglieder des Israel Philharmonic Orchestra, unter dessen Schirmherrschaft es steht. Völkerverständigung ist sein Programm: In Schulen und Konzerten werben die Musiker für Toleranz und Respekt. SheshBesh widmet sich der klassischen Musik des Ostens wie des Westens, die es zu faszinierenden Programmen formt, mit gleicher Leidenschaft.