Nachts bekommt die Musik einen anderen Klang. Sie erzeugt unter freiem Himmel eine besondere Festlichkeit. Im Dunkeln verzaubert sie Liebende und treibt Ängstliche in den Wahnsinn. Komponisten sind fasziniert von einer Musik, die das Dunkel beschwört oder im völligen Dunkeln zu spielen ist. In Malerei und Dichtung spielt die nächtliche Musik ihre je eigene Rolle.
16:30 /// Begrüssung
17:00 /// Vortrag /// Prof. Dr. Thomas Schipperges (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim)
»Denn die Nacht ist keinem Dinge mit solcher innigen Freundschaft zugethan, als der Liebe und dem Schlaf« – Zur Geschichte nächtlicher Musikaufführungen.
18:00 /// Vortrag /// Georg Friedrich Haas (Lörrach)
»Die sternenhelle Nacht war nun mein Element geworden«
19:00 /// Konzert /// Kairos Quartett
Georg Friedrich Haas *1953 /// Streichquartett Nr. 3 »In iij noct.«
In seinem 3. Streichquartett »In iij noct.« setzt sich Georg Friedrich Haas mit den Möglichkeiten des Musizierens im Dunkeln auseinander. Dunkelheit wird hier aber nicht als vorübergehende Abwesenheit von Licht eingesetzt, sondern sie wird zum eigentlichen Thema des Werks: Das gesamte Stück wird in völliger Finsternis gespielt, die Musiker können weder ihre Noten noch ihre Mitspieler sehen, sie sitzen in größtmöglicher räumlicher Entfernung voneinander.
Fortsetzung am Di 31. August 2010 /// 09:00
€ 30 Gesamtkarte /// € 5 je Veranstaltung (Tageskasse)