1. Hauptnavigation
  2. Navigation des Hauptbereiches
  3. Inhalt der Seite
Logo Internationale Bachakademie Stuttgart
Musikfest Stuttgart

Themen und Reihen

Schumann-Zyklus

Schumann-Zyklus

Natürlich ist es kein Zufall, dass sich das MUSIKFESTUTTGART im 200. Geburtsjahr Robert Schumanns dem Thema »Nacht« widmet.

Denn vielleicht keinem anderen Komponisten war das Nächtliche vertrauter als Schumann – er war ein Romantiker par excellence und ein Umnachteter, dessen Spätwerk im Schatten seiner Krankheit steht. Robert Schumanns oratorisches Schaffen wird von der Fachwelt unter diesem Aspekt kontrovers diskutiert: Deuten die ungewöhnlichen formalen Lösungen und die Wahl mancher Texte auf die Experimentierlust des Komponisten, oder sind sie vielmehr Indiz dafür, dass ihn in der zweiten Lebenshälfte die Schöpferkraft allmählich verließ? Das MUSIKFESTUTTGART stellt die großen chorsymphonischen Werke erneut zur Diskussion: Der Rose Pilgerfahrt, Das Paradies und die Peri, die Szenen aus Goethes »Faust«, Missa sacra und Requiem – sie alle werden während des Festivals erklingen. Der interpretatorische Ansatz wird dabei jeweils ein anderer sein: Christoph Spering nähert sich Der Rose Pilgerfahrt und dem Requiem aus der Perspektive der historischen Aufführungspraxis. Für Das Paradies und die Peri finden der renommierte Estnische Philharmonische Kammerchor und die Stuttgarter Philharmoniker erstmals zusammen. Die Missa sacra wird Teil des Projekts Schumanns Umnachtung, für das der Jazz-Musiker Gregor Hübner ein »De profundis« für Schumann komponiert hat. Helmuth Rilling schließlich dirigiert zum ersten Mal in seinem Leben überhaupt die Szenen aus Goethes »Faust« und schickt dem Konzert ein Gesprächskonzert voran. In einem Musikfest-Café werden Jury-Mitglieder des Preises der deutschen Schallplattenkritik alte und neue Aufnahmen der Szenen aus Goethes »Faust« diskutieren. Eröffnet wird der Zyklus glanzvoll mit einem Symphoniekonzert des Leipziger Gewandhausorchesters unter seinem Chefdirigenten Riccardo Chailly.