
Das Eröffnungskonzert des Musikfests unternimmt in drei Konzertteilen einen Ausflug in alle Bereiche des Nächtlichen: Zu den Träumen und Märchen, zum Tod, dem Bruder des Schlafes, und zur Liebe, die rasend machen kann. Christiane Iven ist Stuttgarter Opernbesuchern als grandiose Feldmarschallin in frischer Erinnerung. Pietari Inkinen, der junge Chef des New Zealand Symphony Orchestra, verbindet Leidenschaft mit Ausdruckstiefe.

Der Junge Chor der Bachakademie findet sich seit 2004 regelmäßig zusammen. Zur Mitwirkung in den großen musikalischen Gottesdiensten der Bachwoche Stuttgart und des Musikfestes Stuttgart werden Schülerinnen und Schüler aus Stuttgart und der Region, die mindestens 16 Jahre alt sind, sowie Studierende eingeladen. Erstmals dirigiert Johannes Knecht, seit Herbst 2009 Professor für Oratorienleitung an der Musikhochschule Stuttgart.

Vor die Nacht hat die Kirche die Vesper gesetzt. Monteverdis berühmtes Werk für den Abendgottesdienst erschien vor 400 Jahren im Druck – Grund genug für die Bachakademie, der Vespro della Beata Vergine das zweite Eröffnungskonzert zu widmen und ihr am 12. September Alessandro Grandis kaum weniger glanzvolles Schwesterwerk gegenüberzustellen – das Vesper-Projekt der Bachakademie stellt erstmals die Vesperkompositionen des Markusdom-Kapellmeisters und seines Vizekapellmeisters in einen Zusammenhang.

Nachts bekommt die Musik einen anderen Klang. Sie erzeugt unter freiem Himmel eine besondere Festlichkeit. Im Dunkeln verzaubert sie Liebende und treibt Ängstliche in den Wahnsinn. Komponisten sind fasziniert von einer Musik, die das Dunkel beschwört oder im völligen Dunkeln zu spielen ist. In Malerei und Dichtung spielt die nächtliche Musik ihre je eigene Rolle.

Die Bachnächte des Musikfests beginnen mit einem Doppelschlag: Isabelle Faust, eine der gefragtesten Geigerinnen der Gegenwart, interpretiert an zwei aufeinanderfolgenden Abenden Bachs »Sei Solo«. In der kontemplativen Aura der neugotischen Johanneskirche können die sechs Sonaten und Partiten zu einer intensiven spirituellen Erfahrung werden.

Das wissenschaftliche, jedoch allgemein und ohne Voranmeldung zugängliche Symposium widmet sich den vielen Facetten der »Musik der Nacht«.

Isabelle Faust ist in vielen Stilen zu Hause und widmet sich zunehmend der historisch informierten Aufführungspraxis. »Ihr Ton hat Leidenschaft, Mut und Spannung und zugleich eine entwaffnende Wärme und Lieblichkeit«, schrieb die New York Times. Auch in der zweiten Bachnacht wird die Geigerin ihre ebenso umfassende wie uneitle Musikalität unter Beweis stellen.

In dieser einstündigen Führung durch die Staatsgalerie geht es um den Traum des Künstlers: Böcklin träumt von Eichendorff, Kleist von Friedrichs Gemälden, Burne-Jones von Märchen und Mittelalter, und Klee erträumt sein »Ich« mit Benjamins angelus novus. Unter anderem werden Arnold Böcklins Villa am Meer, Caspar David Friedrichs Böhmische Landschaft und Paul Klees angelus militans gezeigt.

Kaum ein Komponist hat Träume und Visionen suggestiver in Musik gefaßt als Franz Liszt. Klaus Sticken, dessen Spiel die Süddeutsche Zeitung feinsinnig und durchgeistigt, die Neue Zürcher Zeitung sensibel und nuancenreich genannt hat, ist als großartiger Liszt-Interpret immer noch ein Geheimtip – ein Traumdeuter und subtiler Geschichtenerzähler.

Erstmals seit 1922 erklingt Kurt Weills Kinderpantomime »Die Zaubernacht« am 2. September in ihrer ursprünglichen Klanggestalt. Die Wiederentdeckung des originalen Stimmenmaterials gleicht einer Kriminalgeschichte. Elmar Juchem wird darüber berichten – er ist Mitherausgeber der kritischen Edition der Zaubernacht und kennt das Werk wie niemand sonst. Die Choreographin Nina Kurzeja hat die Kindergeschichte aus den zwanziger Jahren für das Musikfest in eine moderne Bildsprache übersetzt.

»Dieser Junge ist die größte musikalische Begabung, der ich in meinem ganzen Leben begegnet bin«, hat Alfred Brendel über Kit Armstrong, den achtzehnjährigen Pianisten, gesagt, der als Wunderkind begann und nun am Beginn einer großen Karriere steht. Das Konzert des weltberühmten Orchesters markiert den Beginn des großen Schumann-Zyklus im Rahmen des Musikfests.

Das arabisch-jüdische Ensemble SheshBesh vereinigt vier der besten arabischen Musiker Israels und Mitglieder des Israel Philharmonic Orchestra, unter dessen Schirmherrschaft es steht. Völkerverständigung ist sein Programm: In Schulen und Konzerten werben die Musiker für Toleranz und Respekt. SheshBesh widmet sich der klassischen Musik des Ostens wie des Westens, die es zu faszinierenden Programmen formt, mit gleicher Leidenschaft.

Die Hannover Harmonists lieben es, mit den unterschiedlichen Genres zu spielen, denn sie fühlen sich in allen Bereichen der Vokal- und a-cappella-Musik zu Hause, von klassischer Ensemblemusik über Madrigale, britische und deutsche Volkslieder und Traditionals bis hin zu Klassikern, Evergreens und Popmusik- Hits der letzten achtzig Jahre. Dementsprechend besingen sie in Stuttgart das Ende der Nacht: Die Missa la bataille von Clément Janequin (1485-1558) erklingt im Wechsel mit Morgenliedern von Johannes Petzold, Mendelssohn und Reger, und am Ende heißt es: »Oh happy day«!

Diese Führung durch die Sammlung der Staatsgalerie handelt von den Träumen der biblischen Heilsgeschichte, der Todesnacht auf Golgatha mit den schlafenden Wächtern an Jesu Grab, sie handelt von Goyas Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer und dem Schlaf der Surrealisten, von Danneckers Freundschaft mit Schlafes Bruder und von Anselm Kiefers Lilith, die mit den Dämonen der Nacht zur Todesfuge Celans wird. Gezeigt werden unter anderem Werke des Antwerpener Meisters und von Jerg Rathgebs, Francisco de Goyas Desastres de la guerra sowie Anselm Kiefers Lilith.

Die Zaubernacht ist Weills erste Theaterkomposition; sie wurde 1922 in Berlin uraufgeführt, das Aufführungsmaterial galt jahrzehntelang als verschollen. 2005 wurde in einem Keller der Yale Universität das originale Berliner Aufführungsmaterial wiederentdeckt. Die Bachakademie konnte sich die Rechte für die weltweite erste Aufführung seit 1922 sichern und bringt das Werk zusammen mit dem Tanztheater Nina Kurzeja auf die Bühne des Theaterhauses.

Weill komponierte diese überaus charmante Pantomime für Kinder und Erwachsene im Sommer 1922 als Meisterschüler in Ferruccio Busonis Kompositionsklasse an der Preußischen Akademie der Künste. Das knapp einstündige Werk ist phantasievoll instrumentiert für ein neunköpfiges Ensemble bestehend aus Flöte, Fagott, Schlagwerk, Klavier und fünf Streichern.

Das Stück basiert auf einem Szenarium des russischen Theaterimpresarios und Dichters Wladimir Boritsch und handelt von einem Geschwisterpaar, das um Mitternacht von einer Fee verzaubert wird, die mit ihrem Lied alle Spielzeuge zum Leben erweckt. Damit beginnt ein temporeiches nächtliches Abenteuer.

Der Klarinettist und Komponist Michael Riessler gilt manchen als Deutschlands derzeit aufregendster Jazzmusiker. Er bewegt sich stilsicher zwischen den musikalischen Lagern und interessiert sich für die Verbindungen zwischen Improvisation und zeitgenössischer Klassik, Sprache und Klang, Musik und Tanz. Sein Partner ist diesmal der Schweizer SchriIsteller Urs Widmer, der unter anderem mit den Erzählungen Das Buch des Vaters und Der Geliebte der Mutter bekannt wurde. Er liest aus seinem Buch der Albträume.

Die dritte Führung durch die Staatsgalerie handelt von der »schönsten Muse«, die besessen macht, dem Mann im Dunkeln in der Nacht über Deutschland und den höheren Wesen, die einst befahlen, die obere Ecke »schwarz« zu malen.Gezeigt werden unter anderem Werke von Sigmar Polke, Richard Serra, Max Beckmann und Oskar Kokoschka.

»Kleine Wellen tragen die Schritte übers Wasser bis die Oberfläche wieder zum reglosen Spiegel der Nacht sich schließt.« Wie die Texte von Rebecca Horn mit den Klängen der Worte Miniaturwelten im Kosmos der menschlichen Emotionen erschaffen, so entwickelt auch die Musik von FraGILe eine eigene Sprache, die sich mit den herkömmlichen Genres nicht fassen lässt. Bausteine aus Jazz, Klassik, Improvisation, eine eigens entwickelte archaisch anmutende Silbensprache und Elemente östlicher Musik erschaffen eine neuartige Klangwelt, die sich mit den Texten Rebecca Horns zu einem »Wortkonzert« verbindet.

In diesem live im Programm von SWR2 ausgestrahlten Musikfest-Café stellen sich Bachakademie-Intendant Christian Lorenz und Chefdramaturg Michael Gassmann allen Fragen rund um das Musikfest und das Thema der Nacht.

Das junge, 2001 gegründete finnische Streichquartett Meta4 gehört zu den besten seines Landes und gewann innerhalb kurzer Zeit den Schostakowitsch-Wettbewerb in Moskau den Joseph Haydn Kammermusikwettbewerb in Wien und den Finnland-Preis – viel Ehr in kurzer Zeit. Für das Musikfest hat Meta4 "minus one" eigens ein Programm mit Nachtmusiken entwickelt, das nun infolge der Erkrankung des Cellisten kurzfristig in eine nicht minder spannende Trio-Variante umgewidmet wurde.

Wenn Sylvain Blassel auf der Harfe Bachs Goldberg-Variationen spielt, dann glaubt man, sie seien für dieses Instrument geschrieben. Blassel ist Assistenz-Dirigent des Ensemble Intercontemporain und hat viele zeitgenössische Kompositionen für Harfe uraufgeführt. Daneben erweitert Blassel das Repertoire für sein Instrument mit zahlreichen Bearbeitungen.

Die Sopranistin Annette Dasch macht nicht nur mit ihrer Stimme weltweit Furore, sie ist auch eine begnadete Gastgeberin und Moderatorin. Ihre Soirée ist ein Liedernachmittag, aber noch viel mehr: ein zwangloses Gespräch mit Gästen über die Musik, die Nacht und die Träume.

Das Märchen von der Elfe Rose, die erfahren möchte, wie das ist, wenn Menschen lieben, und die dafür den »irdischen« Tod in Kauf nimmt, geht in diesem Doppelkonzert eine spannende Verbindung ein mit der Totenmesse, die Schumann womöglich für sich selbst geschrieben hat. Christoph Spering nähert sich den Werken im Geiste der historisch informierten Aufführungspraxis.

»Wie ein kleines Kind, so ist meine Seele in mir« (Psalm 131). Diese Kompositionen seien eine einfache und bescheidene Sache, sein jüngstes Kind, altmodisch und süß – so hat Leonard Bernstein die 1965 entstandenen Chichester Psalms beschrieben.
Helen Donath ist eine wahre Sängerinnen-Legende, Rudolf Piernay als Lehrer weltweit gefragt. Im Schumann-Jahr machen die beiden Dozenten vielversprechende junge Sängerinnen und Sänger mit Schumanns Szenen aus Goethes »Faust« und der Kunst des Liedgesangs vertraut. Einige der Teilnehmer werden beim Abschlusskonzert mitwirken.

»Dann soll der Mond, gleich einem Silberbogen, Am Himmel neu gespannt, die Nacht beschaun Von unserm Fest.« Shakespeares Komödie beschreibt einen nächtlichen Traum voller Irrungen und Wirrungen. Wie geschaffen ist das Stück für Klaus Maria Brandauer, der in sämtliche Rollen schlüpft: Oberon, König im Elfenreich, seine Gattin Titania, Zettel, Theseus, Puck und die Mitbewohner. Den gerade einmal siebzehnjährigen Mendelssohn hat der Sommernachtstraum zu einer wunderbar schwerelosen Musik inspiriert, die hier in einer Fassung für zwei Klaviere erklingt.

Ein Sommerabend. Zwei junge Menschen, unterwegs in jeder Hinsicht, begegnen sich im Park. Sie reden, träumen, schlafen. Aus Minuten werden Stunden, eine ganze Nacht. Auch Engel sind im Spiel, sie werden gebraucht. Der Morgen kommt. Nachtbus ist Schauspiel und Musiktheater, ist konkrete Handlung genauso wie himmlische Fantasterei. Nachtbus ist ein durchaus geistliches Stück, aber es gibt darin mehr Fragen als Antworten. Bei der Musik spielt neben den großen vokalen Partien der Engel die Orgel eine zentrale, orchestrale Rolle – insofern ist Nachtbus auch eine »Orgeloper«.

Unter dem gestirnten Himmel wird die Musik Teil des Universums. Karlheinz Stockhausens Sternklang ist für fünf Gruppen von Musikern konzipiert, die weit voneinander entfernt in einem Park sitzen. Die aufwendige Produktion ist eine Kooperation der Internationalen Bachakademie mit Netzwerk Süd von Musik der Jahrhunderte. ACHTUNG: Dieses Konzert wurde aufgrund äußerst ungünstiger Wetterprognosen vom Dienstag auf Montag (6.9.) vorverlegt!

Das Vokal-Quintett LUYS (Licht) wurde 2002 gegründet und besteht aus fünf professionell ausgebildeten, jungen Musikerinnen, deren einzigartige, variantenreiche Sangeskunst durch seltene klangliche Qualität und Intensität zu faszinieren weiß. Die jungen Sängerinnen verstehen sich als Botschafterinnen einer großen alten Musikkultur, die im Westen weitgehend unbekannt geblieben ist.
Helen Donath ist eine wahre Sängerinnen-Legende, Rudolf Piernay als Lehrer weltweit gefragt. Im Schumann-Jahr machen die beiden Dozenten vielversprechende junge Sängerinnen und Sänger mit Schumanns Szenen aus Goethes »Faust« und der Kunst des Liedgesangs vertraut. Einige der Teilnehmer werden beim Abschlusskonzert mitwirken.

Eher zufällig ist Andreas Martin, nach einem Gitarrenstudium an der Musikhochschule Stuttgart, zum Lautenisten geworden. Während eines Auslandssemesters in Italien entdeckte er seine Leidenschaft für Alte Musik. Mittlerweile führen ihn Konzertreisen rund um den Erdball. Seine Einspielung der Lautenwerke Johann Sebastian Bachs gilt als Referenzaufnahme.
»Meisterschüler-Meister« – Vier ausgewählte Absolventen der letztjährigen Gesangsmeisterkurse erarbeiten gemeinsam mit dem Klavierduo Stenzl ein attraktives Repertoire: Werke für Vokalquartett und vierhändiges Klavier. In der Großen Stuttgarter Nachtmusik am 11. September werden die Ergebnisse dieses Meisterkurses im Konzert präsentiert.
Helen Donath ist eine wahre Sängerinnen-Legende, Rudolf Piernay als Lehrer weltweit gefragt. Im Schumann-Jahr machen die beiden Dozenten vielversprechende junge Sängerinnen und Sänger mit Schumanns Szenen aus Goethes »Faust« und der Kunst des Liedgesangs vertraut. Einige der Teilnehmer werden beim Abschlusskonzert mitwirken.

»Rings ein Verstummen, ein Entfärben | Wie sanft den Wald die Lüfte streicheln | Sein welkes Laub ihm abzuschmeicheln | Ich liebe dieses milde Sterben.« Zwischen 1931 und 1933 arbeitete der Schweizer Othmar Schoeck an seinem Notturno, einer Vertonung von zehn weltschmerzgesättigten Gedichten Nikolaus Lenaus. Die mediterrane Heiterkeit der Wolfschen Abendmusik bildet hierzu einen markanten Kontrast.

Vittorio Ghielmi ist nicht nur einer der führenden Gambisten unserer Zeit, er ist auch ein äußerst vielseitiger Musiker, der seine Fühler immer wieder in Richtung Jazz und Weltmusik ausstreckt. Der Artist in Residence des Musikfests 2010 gibt im Gespräch Auskunft über seine Ideen und Konzepte, die er unter anderem mit dem Jazzpianisten Uri Caine verwirklicht.

Taxis in fünf großen Städten hat Jim Jarmusch in seinem Kultfilm zu Orten heiter-melancholischer Nachtgeschichten gemacht. In freier Assoziation gruppiert das Stuttgarter Kammerorchester nachtschwarze Metropolenmusik um den Film herum – ein langer Abend über die Nacht und das Leben, witzig und traurig zugleich.
»Meisterschüler-Meister« – Vier ausgewählte Absolventen der letztjährigen Gesangsmeisterkurse erarbeiten gemeinsam mit dem Klavierduo Stenzl ein attraktives Repertoire: Werke für Vokalquartett und vierhändiges Klavier. In der Großen Stuttgarter Nachtmusik am 11. September werden die Ergebnisse dieses Meisterkurses im Konzert präsentiert.
Helen Donath ist eine wahre Sängerinnen-Legende, Rudolf Piernay als Lehrer weltweit gefragt. Im Schumann-Jahr machen die beiden Dozenten vielversprechende junge Sängerinnen und Sänger mit Schumanns Szenen aus Goethes »Faust« und der Kunst des Liedgesangs vertraut. Einige der Teilnehmer werden beim Abschlusskonzert mitwirken.

Die vier jungen Blockflötistinnen des Quartet New Generation kontrastieren auf überraschende Weise Alte und Neue Musik. Ihr umfangreiches Instrumentarium behandeln sie mit verblüffender, energiegeladener Virtuosität, die immer wieder Komponisten zu neuen Werken inspiriert.

Seit dem 14. Jahrhundert gehen Tanz und Tod, Musik und Vergänglichkeit in den Darstellungen der Totentänze eine sonderbare und faszinierende Verbindung ein. Uli Wunderlich, Präsidentin der Europäischen Totentanz-Vereinigung, gibt Auskunft über die vielfältigen musik- und kunsthistorischen Aspekte des Totentanzes, Walter Salmen berichtet über die symbolische Bedeutung der Musikinstrumente, die vom Tod höchstselbst gespielt werden.

Füße, Knie, Hände, Seite, Brust, Herz und Gesicht des gekreuzigten Jesus Christus (»Membra Jesu nostri patientis sanctissima« – »Die allerheiligsten Gliedmaßen unseres leidenden Jesus«) werden in dem staunenmachenden siebenteiligen Kantatenzyklus Dieterich Buxtehudes auf Texte Arnulf von Löwens besungen – ein Meisterwerk lutherischer Passionsmystik. Ganz im Geiste des Werks ergänzen der Jazzmusiker Uri Caine und das Rilke Ensemble die Kantaten um meditative Zwischenspiele und Rahmenteile.

Der armenische Pianist und Komponist David Gazarov ehrt Frédéric Chopin auf seine Weise: Die hochexpressiven und virtuosen Werke des vor 200 Jahren geborenen Komponisten verarbeitet er mit seiner anspruchsvollen und stilsicheren Jazzkenntnis zu neuen eigenen Werken im Grenzbereich zwischen Jazz und Klassik.
»Meisterschüler-Meister« – Vier ausgewählte Absolventen der letztjährigen Gesangsmeisterkurse erarbeiten gemeinsam mit dem Klavierduo Stenzl ein attraktives Repertoire: Werke für Vokalquartett und vierhändiges Klavier. In der Großen Stuttgarter Nachtmusik am 11. September werden die Ergebnisse dieses Meisterkurses im Konzert präsentiert.
Helen Donath ist eine wahre Sängerinnen-Legende, Rudolf Piernay als Lehrer weltweit gefragt. Im Schumann-Jahr machen die beiden Dozenten vielversprechende junge Sängerinnen und Sänger mit Schumanns Szenen aus Goethes »Faust« und der Kunst des Liedgesangs vertraut. Einige der Teilnehmer werden beim Abschlusskonzert mitwirken.

Das Göteborger Rilke Ensemble wurde von Gunnar Eriksson als ein gemischter Chor von sechzehn Sängern mit dem Ziel gegründet, die ausdrucksvollen Solostimmen zu einem Ensemble formen, in dem die Individualität jeder Stimme gleiches Gewicht besaß. Das Ergebnis ist ein unerhört expressiver Chorklang, der die subtile nordische Chormusik faszinierend zum Blühen bringt. Das Konzert zum Musikfest wird von Carl-Gustaf Ekström geleitet.

Kenner halten Alessandro Grandi (um 1586-1630), Monteverdis Vizekapellmeister an San Marco in Venedig, für kaum weniger bedeutend als Monteverdi selbst.Seine von Rudolf Ewerhart aus den verschiedenen Quellen zusammengestellte Marienvesper wird am 12. September in der Stuttgarter Markuskirche (!) erklingen. Aus diesem Anlass erzählt Rudolf Ewerhart von seiner Entdeckerarbeit, Linda Maria Koldau, eine der besten Kennerinnen der venezianischen Kirchenmusik, wird über das Verhältnis der beiden Komponisten und Grandis musikgeschichtliche Stellung Auskunft geben, und Matthew Halls berichtet über seine Erfahrungen als Dirigent der Grandi-Vesper.

Seine Lieder und Tänze des Todes hat Modest Mussorgski Totentanzlieder genannt. Denn es ist der Tod in Person, der hier auftritt und sein Werk verrichtet, indem er das Kind, die Kranke, den Bauern und die Soldaten im Kriege ereilt. Alexander Liebreich, den Musikfestbesuchern 2009 als Dirigent der Haydnschen Schöpfung noch in bester Erinnerung, ist in diesem Jahr mit seinem eigenen Ensemble, dem Münchner Kammerorchester, in Stuttgart zu Gast.

Uri Caines Lamentations bestehen aus Liedern zu biblischen Texten, die von drei sehr unterschiedlichen Künstlerinnen gesungen werden: der Flamencosängerin Carmen Linares, der Gospelsängerin Barbara Walker und der »klassischen« Sängerin Cristina Zavalloni. Die Lieder ergänzt Caine um instrumentale Zwischenspiele, bei denen ein Gambenquartett, Bassklarinette und Keyboard zum Einsatz kommen. Komponierte und improvisierte Passage wechseln sich ab.

Ein Stück Stuttgarter Vergangenheit läßt sich in der Ausgrabung unter dem Alten Schloss entdecken, ein Blick in längst vergangene Jahrhunderte wagen. Zu nächtlicher Stunde kann man die faszinierende Glassammlung in den mächtigen Gewölben und andere Schätze des Landesmuseums Württemberg bestaunen.

White Raven vereint mit der Sopranistin Kathleen Dineen, dem amerikanischen Tenor Robert Getchell und dem lettischen Bariton Raitis Grigalis drei Sänger von außergewöhnlicher Stimmschönheit, die mit ihrer Reinheit und Unmittelbarkeit Zuhörer jeden Alters begeistern. Ihr Programm umfasst Lieder, traditionelle irische und schottische Balladen wie The Dawning Of The Day, mittelalterliche Vokalmusik aus England, Spanien (u. a. Si la noce es temerosa) und Deutschland (wie Untern Schlaf).

Seit Jahren sind die Abschlusskonzerte der Musikfest-Meisterkurse beim Publikum beliebt: Zu entdecken sind junge Gesangstalente, zu hören ein aufregend abwechlungsreiches Lied-Repertoire, das von den Kursteilnehmern ausgewählt wurde.

Am 12. September endet die Landesausstellung »Musikkultur in Baden-Württemberg«, die im Schloss Karlsruhe und im Stuttgarter Fruchtkasten zu sehen ist. Aus diesem Anlass vereinigt das Musikfest die ganze Vielfalt Stuttgarter Chöre, Orchester und Ensembles zu einer Großen Nachtmusik rund um den Schillerplatz. Bei diesem Wandelkonzert mit Eintrittskarte für das Gesamtprogramm hat jeder Besucher die Möglichkeit, sich sein Wunschprogramm selbst zusammenzustellen.

Dass auf die Nacht stets der Morgen folgt, ist eine tröstliche Gewissheit. In vielen Morgenliedern haben Komponisten das Vergehen des Dunkels und das Glück des Morgens besungen.

Aus verschiedenen Drucken mit Psalm- und Motettenkompositionen Alessandro Grandis hat der Musikwissenschaftler Rudolf Ewerhart diese prachtvolle Marienvesper zusammengestellt. Alessandro Grandi war neben Claudio Monteverdi Vize-Kapellmeister am Markus-Dom in Venedig und ist für die Musikgeschichte Italiens nicht minder bedeutend. Er prägte maßgeblich die Herausbildung konzertierender Verfahren und bewies einen bis dahin unerhörten Einfallsreichtum bei der Exegese bekannter Texte. Bahnbrechend sind seine Solo-Motetten »con sinfonie«. Matthew Halls, zeitweise Leiter von The King’s Consort und inzwischen ein international gefragter Gastdirigent nicht nur für Alte Musik, wird mit den Ensembles der Bachakademie Grandis Vesper auch auf CD einspielen.

Die Peri, Kind eines gefallenen Engels und einer Sterblichen, versucht Zutritt zum Paradies zu erlangen, von dem sie aufgrund ihrer unreinen Herkunft ausgeschlossen wurde. Ihre ersten beiden Opfergaben – das Blut eines tapferen, jungen Kriegers und der letzte Seufzer einer in den Armen ihres von der Pest dahingerafften Geliebten sterbenden Jungfrau – werden von dem himmlischen Wächter nicht anerkannt. Erst mit den Tränen eines reuigen Verbrechers beim Anblick eines betenden Knaben erreicht die Peri schließlich ihr Ziel.

Die Hauptfigur in Bowens Dämonischem Liebhaber hat nach dem Schock des deutschen »Blitzkriegs« 1940 übernatürliche Erscheinungen, der Titelheld der Lovecraft-Novelle wird, unter Schock stehend, in einem Sumpfgebiet aufgegriffen, und bei Poe möchte der namenlose Protagonist beweisen, dass er, ein Mörder, nicht wahnsinnig ist – eine wahrhaft grauenvolle Nacht!

Der deutsch-kanadische Tenor Michael Schade ist nicht nur einer der prominentesten Mozart-Tenöre und ein weltweit tätiger Opernsänger, sondern genießt auch als Liedinterpret einen ausgezeichneten Ruf. Zusammen mit dem Pianisten Wolfram Rieger, der die besten Sängerinnen und Sänger unserer Zeit zu seinen Lied-Partnern zählt, bestreitet er im Musikfest einen reinen Schubert-Abend. Franz Schubert (1797-1828) erweist sich mit den Liedern Die Sommernacht, Der Winterabend, An den Mond und Nacht und Träume als ein veritabler Komponist der Nacht.

Die poetischste Beschreibung des Themas, das der Kunst der Fuge zugrunde liegt, stammt immer noch von Albert Schweitzer: »Es ist eine stille, ernste Welt, die es erschließt. Öd und starr, ohne Farbe, ohne Licht, ohne Bewegung liegt sie da; sie erfreut und zerstreut nicht; und dennoch kommt man nicht von ihr los.« Die ungewöhnliche Klanglichkeit, die Vittorio und Lorenzo Ghielmi durch die Mischung von Gambenquartett und Fortepiano erzielen, fesselt nicht minder.

Die fünf in Stuttgart lebenden russischen Sänger des ADAMM-Vokalensembles arbeiten an der Staatsoper beziehungsweise im SWR Vokalensemble. Das Vokalquintett widmet sich insbesondere den Gesängen der russisch-orthodoxen Liturgie – und wo könnten diese besser aufgehoben sein als in der Grabkapelle auf dem Württemberg, der Ruhestätte der russischen Zarentochter und Königin von Württemberg, Katharina.

In einer Festivalwoche über Liebe und Wahnsinn darf die berühmteste Dreiecksbeziehung der Musikgeschichte nicht fehlen. Über das Enigma Trio schrieb die Frankfurter Neue Presse: »Von diesem viel versprechenden Ensemble möchte man gern in den nächsten Jahren mehr hören.« Nun ist Gelegenheit dazu.

In seinem Künstlerroman erzählt Peter Härtling aus der Perspektive des Pflegers von Robert Schumanns in dessen letzten Jahren in der Endenicher Nervenheilanstalt. Eingewoben in den poetisch-biographischen Bericht sind Rückblicke auf die wichtigsten Stationen dieses ungewöhnlichen Künstlerlebens.

Durch den spektakulären Triumph bei gleich drei bedeutenden internationalen Wettbewerben (Casagrande-Wettbewerb Terni/Italien, London International Piano Competition, Internationaler Beethoven-Klavierwettbewerb Wien) machte Herbert Schuch in der Saison 2004–2005 auf sich aufmerksam und verfolgt seitdem eine bemerkenswerte Solistenkarriere. Die Werkauswahl, die Schuch für das Musikfest getroffen hat, verbindet assoziativ das Phänomen der Nacht mit dem des Spätwerks.

Galt die Nacht den Künstlern des 19. Jahrhunderts als utopische Gegenwelt, so fasziniert die Komponisten der Gegenwart mehr die veränderte Wahrnehmung, die das Dunkel der Nacht mit sich bringt: Farben weichen dem Schwarzweiß, Dinge erscheinen plötzlich überlebensgroß. Salvatore Sciarrinos schattenhafte Notturni etwa kreisen stets um die gleichen Floskeln, so als ob man, wie im Zustand der Schlaflosigkeit, mit dem Denken nicht weiterkomme.

Dies ist ein Nacht-Programm, wie es typischer nicht sein könnte für Zsigmond Szathmáry: weil es kosmopolitisch ist und raffiniert Älteres mit zeitgenössischem Repertoire verbindet. Szathmáry, Mitglied der ungarischen Akademie der Wissenschaften und Künste, ist Dozent bei der Sommerakademie für Organisten in Haarlem (Holland) und unterrichtet in den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik. Die restaurierte Orgel der Kirche Sankt Maria ist nach dem Instrument der Stiftskirche die zweitgrößte in Stuttgart.

Was ist normal, was wahnsinnig? Die Frage ist keineswegs eindeutig zu beantworten, nicht historisch, nicht juristisch und nicht medizinisch. Der Rechtshistoriker Rainer Maria Kiesow und der Psychiater Elmar Etzersdorfer werden erörtern, was am Wahnsinn Wahrnehmungssache ist.

»Schumanns Umnachtung« ist ein kompositorisches Experiment. Schumanns Missa sacra und Gregor Hübners De profundis sind miteinander verwoben und werden durch Zwischenmusiken und Improvisationen miteinander verbunden. Diese Zwischenmusiken untermalen gesprochene Texte aus den letzten Briefen von Clara Schumann und anderen. »Schumanns Umnachtung« ist als Gesamtwerk konzipiert und beschreibt die letzten beiden Jahre in Schumanns Leben.

Fünfundzwanzig Jahre sind seit der legendären Einspielung der sechs Solo-Suiten Johann Sebastian Bachs durch Mischa Maisky vergangen, zehn Jahre seit Maiskys Bach-Marathon in Zürich, bei dem er alle Bachschen Cellowerke an einem Tag aufführte. In Stuttgart kehrt der Romantiker unter den Cellisten nun zu den sechs Solo-Suiten zurück und wirft einen neuen Blick auf ein Repertoire, das ihm wie vielleicht kein zweites am Herzen liegt.

Léon Berben, ausgezeichnet mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik, darf als einer der führenden Köpfe der jüngeren Generation der »Alten Musik«-Szene gelten. Sein Repertoire umfasst Clavierwerke zwischen 1550 und 1770, wobei sein Hauptinteresse der deutschen Musik, den Virginalisten und Jan Pieterszoon Sweelinck gilt. Auf den historischen Instrumenten des Fruchtkastens bietet der Cembalist, inspiriert vom Thema des Musikfests, ein Programm über die Liebe, den Wahnsinn, die Träume und den Schmerz.

Vor dreißig Jahren wurde der »Preis der deutschen Schallplattenkritik« ins Leben gerufen: ein Verein unabhängiger Journalisten, der sich einer von kommerziellen Interessen unabhängigen Schallplattenkritik verpflichtet sah und sieht. Aus Anlass dieses Jubiläums diskutieren vier namhafte Kritiker und Jurymitglieder über die verschiedenen Aufnahmen der Szenen aus Goethes »Faust« von Robert Schumann – zugleich eine gründliche und geistreiche Einführung in das Werk, das den Abschluss des Musikfests bildet.

Vor Red Priest muss man sich in acht nehmen; denn das Virtuosenquartett musiziert nicht nur atemberaubend rasant, es verkleidet sich auch, verdunkelt den Saal, erschreckt seine Zuhörer und bringt sie zum Lachen. Das Ergebnis ist ein neubarockes Spektakel von einiger Üppigkeit mit La notte von Antonio Vivaldi, Arcangelo Corellis Concerto per la notte di Natale und Werken von Jakob van Eyck, Henry Purcell, François Couperin, Johann Sebastian Bach und: Red Priest.

»Wenn Klassikhörer mich anklagen, ich würde Johann Sebastian Bach zu romantisch spielen, empfinde ich das als großes Lob. Bach war der größte Romantiker seiner Zeit und zwar auf vielen verschiedenen Ebenen … Ich teile letztlich die Ansicht Wladimir Horowitz’, dass Musik per se romantisch ist.« (Mischa Maisky in der Wochenzeitung »Die Zeit«).

Ein Stück Stuttgarter Vergangenheit läßt sich in der Ausgrabung unter dem Alten Schloss entdecken, ein Blick in längst vergangene Jahrhunderte wagen. Zu nächtlicher Stunde kann man die faszinierende Glassammlung in den mächtigen Gewölben und andere Schätze des Landesmuseums Württemberg bestaunen.

Wie schon im letzten Jahr zum Thema »Jahreszeiten«, komponieren junge Musiker aus Stuttgart, Fellbach, Böblingen, Ludwigsburg und Marbach im Klassenverband eigene Werke und führen diese in einem Konzert unter professionellen Bedingungen auf. Diesmal haben wir unser Response-Projekt in den Kontext des Musikfests eingebunden. Das Thema, mit dem die Schüler sich seit Ende 2009 beschäftigen, lautet: Nacht – Liebe – Leidenschaft. Die zeitliche und räumliche Nachbarschaft zu Schumanns Szenen aus Goethes »Faust« am selben Abend ist Teil des Konzeptes.
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Helmuth Rilling hat das Format der Gesprächskonzerte in Europa eingeführt und pflegt es bis heute meisterhaft. Nun wird er die Szenen aus Goethes »Faust« am Vorabend der Aufführung seinem Publikum näher bringen. Getreu seiner These, musikalische Werke müssten nicht nur gekannt, sondern auch verstanden werden, geht Rilling die einzelnen Sätze durch und verdeutlicht gemeinsam mit den Musikern, wie Schumann gearbeitet und den Text musikalisch gedeutet hat.

Die Goldenen Zwanziger – das war die große Zeit der Revuen und des Cabarets, New York und Berlin waren die places to be. Das experimentierfreudige, 2007 gegründete Sheridan Ensemble (die meisten Mitglieder sind sowohl im Bereich der Neuen Musik als auch in der Barockmusik auf Originalinstrumenten erfahren) stellt Schönbergs Melodram in diesen Zusammenhang. Ihr Konzert – das ist fast schon eine Revue wie anno dazumal.

Nicht wenige halten Haydns 1798 komponierte Nelson-Messe für seine schönste; einige meinen gar, es handele sich um eine der schönsten Messkompositionen überhaupt: kraftvoll, dunkel und feierlich. Entstanden ist die Messe in Bedrängnis (»in angustiis«) zur Zeit der napoleonischen Kriege.

»Eng an den Großvater gedrängt saßen die beiden Kinder auf der Bank vor dem Haus und sangen leise mit. Wie schön erstrahlten die Sterne hier in den Bergen, wo kein anderes Licht den Nachthimmel erhellte, wie warm klang des Großvaters Stimme und wie schön stieg wirklich der Mond über den Rand der Berge…« So beginnt eine Erzählung, die Kinder und Erwachsene, Große und Kleine in die Welt der Lieder entführen will.

Nicht erklären wollen wir in diesem Kinder- und Familienkonzert, sondern einfühlsam in die Stimmung der Lieder führen, den Klängen der Lieder nachhören und so eine Empfindsamkeit für das Lied wach rufen. LiedKunst KunstLied macht nun schon im vierten Jahr Kinder-Familienkonzerte in dieser Art und freut sich über den großen Erfolg, den dieses Projekt bisher hatte. Passend zum Thema des Musikfestes werden "Liedermärchen – Märchenlieder der Nacht" mit Liedern romantischer Komponisten wie Franz Schubert, Robert Schumann, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johannes Brahms u.a. aufgeführt.

Noch nie zuvor hat Helmuth Rilling Robert Schumanns Szenen aus Goethes »Faust« dirigiert. Für das Abschlusskonzert des Musikfests hat er sich Schumanns vielleicht wichtigstes, auf jeden Fall experimentellstes Werk, das weder Oper noch Oratorium ist, erstmals vorgenommen. Faust und Gretchen, Fausts Tod und Verklärung – das ist ein Thema, das wie gemacht ist für ein Festival, welches sich der Nacht gewidmet hat.