Wussten Sie das? Stuttgart verfügt über das zweitgrößte Mineralwasservorkommen Europas. Neunzehn Quellen, davon dreizehn als Heilquellen staatlich anerkannt, schütten täglich bis zu 44 Millionen Liter unterschiedlich mineralisiertes und teilweise kohlensäurehaltiges Wasser aus. Nur in Budapest sprudelt mehr Mineralwasser aus dem Boden. Die ungarische Hauptstadt ist berühmt für ihre traditionsreichen, architektonisch bedeutenden Bäder. Wer aber kennt das »Leuze«, das »Berg« oder das MineralBad Cannstatt außerhalb Stuttgarts?
Ein Musikfest über das Wasser ist eine gute Gelegenheit, dieses gut gehütete Stuttgarter Geheimnis zu lüften. Ein kleines Festival im Festival soll die Konzertreihe »Stuttgart Bäderstadt« sein: An drei Dienstagabenden um 22 Uhr bespielt das Musikfest je eines der drei Mineralbäder. Mit einer Performance der Synchronschwimmerinnen des »Schwimmerbunds Schwaben 1895 Stuttgart« zur Musik Johann Sebastian Bachs beginnt die Reihe der Mineralbad-Konzerte. Seit über hundert Jahren schon gibt es die sportliche Disziplin des Synchronschwimmens; aber erst seit 1984 ist sie bei den olympischen Spielen zugelassen. Das Synchronschwimmen wird im Außenbecken des Mineralbads Leuze zu bestaunen sein. Die sechs jungen Sänger des finnischen Vokalensembles Rajaton singen im Mineralbad Berg Arrangements finnischer Lieder über das Meer und die Sehnsucht, die mit den Weiten des Ozeans verbunden ist. Das Konzert findet bei gutem Wetter open air rund um das Außenbecken statt, bei schlechtem Wetter in der Kaltbadehalle. Unter der Glaskuppel des Mineralbads Bad Cannstatt können Sie eine musikalische Lounge über Wassernymphen erleben. Jürgen Grözingers Lounge-Konzept steht für das Überwinden von Barrieren zwischen Gattungen, Sparten, Stilen. Der Bogen wird von klassischer Musik bis hin zu modernen elektronischen Tunes gespannt, immer im Wechsel zwischen DJ-Set und Live-Act.