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Musikfest Stuttgart

Resümee 2011

Konzert im Detail

Das Stuttgarter Kammerorchester spielt Chen, Locatelli, Widmann und Dun

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bunte Vielfalt: das Programm des Kammerorchesters

Die Wagenhallen – bunt gestrichen! Das Stuttgarter Kammerorchester präsentiert am Samstag eine musikalische Wundertüte – und streicht durch Musik-Geschichte und -Gegenwart.

Seit mehr als 60 Jahren steht das Stuttgarter Kammerorchester für herausragende Konzerte mit Werken für Streichorchester. Die Beschränkung auf dieses Genre bedeutet aber alles andere als ein beschränktes Repertoire und das werden die streichenden Schwaben auch in diesem Konzert beweisen.

Denn hier ist Vielfalt Trumpf: 300 Jahre liegen zwischen Locatelli und seinen zeitgenössischen Kollegen, im Schnitt 8500 Kilometer zwischen den Geburtsorten der Europäer Jörg Widmann (München) und Pietro Antonio Locatelli (Bergamo) und der Chinesen Tan Dun (Si Mao) und Qigang Chen (Shanghai) – und stilistisch ist die Vielfalt noch viel größer: Der Rihm-Schüler Widmann schreibt doch ganz anders als die beiden Chinesen, die westliche und östliche Musiktradition vereinen wollen. Und der barocke Violinvirtuose und Komponist Locatelli setzt in diesem bunten Programm noch einen ganz neuen Farbakzent – gegen seine Dramatik wirken sogar bekanntere Barock-Kollegen manchmal wie fade Vielschreiber. (Überzeugen Sie sich selbst, rechts oben auf dieser Seite finden Sie einen Link zu Locatellis hochvirtuosem Zyklus »L'arte del violino«.)

Dieser Abend wird also ein bunter, auch wenn ausschließlich gestrichen wird. Und zumindest das dann einheitlich: mit WASSERfarben!