Schon seit 40 Jahren vereint das Bundesjugendorchester die besten Instrumentalisten Deutschlands zwischen etwa 15 und 19 Jahren. So werden die nachrückenden Klassikstars von morgen gezielt gefördert und kommen mit den besten Musikern und Pädagogen schon früh in Kontakt. Unter den Dirigenten des BJO finden sich große Namen wie Rudolf Barschai, Carlo Maria Giulini, Leopold Stokowski, Kurt Masur und demnächst auch Sir Simon Rattle.
Dass sich diese intensive Förderung lohnt, zeigen die Namen ehemaliger Mitglieder: Die Klarinettistin Sabine Meyer hat ebenso im BJO angefangen wie der Trompeter Reinhold Friedrich, die Bratscherin Tabea Zimmermann und Dirigent Christoph Poppen. (…damals noch als Geiger.)
Wenn die jungen Musiker nach Stuttgart kommen, ist das der Schlusspunkt einer ausgedehnten Tournee, die am 13.August mit einem Konzert im Konzerthaus Berlin begonnen hat und das Orchester dann nach Venezuela und Ecuador geführt hat.
Extra für das Stuttgarter Musikfest reist das Ensemble dann noch einmal geschlossen in den Süden Deutschlands um mit der Gächinger Kantorei das Oratorium „Aqua“ von Gonzalo und Alberto Grau zu präsentieren, das freilich auch von der Bachakademie Stuttgart in Auftrag gegeben wurde. Gonzalo Grau hat für dieses Werk übrigens letzte Woche den Europäischen Komponisten-Preis erhalten.
Beethovens „Pastorale“ als Eröffnungswerk ist dann quasi ein Riesenschmankerl, das wir natürlich des zweiten Satzes wegen ausgesucht haben. Spätestens die milde „Szene am Bach“ wird einem das nasse Motto des Festivals wieder ins Gedächtnis rufen.