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Musikfest Stuttgart

Resümee 2011

Konzert im Detail

Vladimir Ashkenazy dirigiert das European Union Youth Orchestra

Der Mann mit dem weißen Rollkragenpullover...

Man erkennt ihn meist am weißen Rolli: Vladimir Ashkenazy

Vladimir Ashkenazy ist quasi seit Ewigkeiten einer der Topstars der Klassikszene. Ohne größere Unterbrechungen konzertiert er seit einem halben Jahrhundert auf höchstem Niveau. Seine Karriere ist lang und eindrucksvoll – und vor allem beginnt sie am Klavier: 1955, im Alter von 18 Jahren, spielt  er sein erstes Solo-Recital im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums, mit Werken von Chopin. Im folgenden Jahr gewinnt er schon die Queen Elisabeth Competition in Brüssel. Wieder ein Jahr später, also 1957, spielt er seine erste Auslandstournee – in Ost- und Westdeutschland. Generell ist Ashkenazy mit Deutschland eng verbunden. Von 1988-1996 wird er Chefdirigent des Deutschen Sinfonie-Orchesters in Berlin sein.

Dann kommt die Karriere richtig in Schwung: 1962 gewinnt er den Tchaikovsky-Wettbewerb in Moskau (- der zu dieser Zeit noch echtes Renommée hat), Ashkenazys Ruf als einer der besten Pianisten seiner Generation festigt sich. 1969 zieht er nach Island, Heimat seiner Frau, und nimmt später auch die isländische Staatsbürgerschaft an. Im hohen Norden beginnt er auch, abseits des großen Kulturbetriebs, seine Studien im Dirigieren. Dem Multitalent liegt auch das Stabschwingen: 1974 erscheint seine erste CD als Dirigent (mit Prokofievs „Symphony classique“), dann wird er Chefdirigent des Royal Philharmonic Orchestra in London, in Berlin, dann beim Czech Philharmonic Orchestra, dem NHK Orchestra Tokyo und dirigert als Gastdirigent viele weitere große Orchester. Zur Zeit ist er Chefdirigent der Sidney Symphony und dirigiert jährlich das EUYO.

Inzwischen gelingt es Ashkenazy, sowohl als Dirigent wie als Pianist erfolgreich zu arbeiten, seine Aufnahmen werden regelmäßig in der Presse mit Bestnoten ausgezeichnet. Als Pianist veröffentlichte er zuletzt Bachs Partiten bei DECCA, als Dirigent Berlioz’ „Harold in Italien“ – auch darin kann man Ashkenazys breites Repertoire erkennen.

Wenn Sie Vladimir Ashkenazy jetzt schon einmal erleben wollen, dann nutzen Sie die Links, die wir rechts oben auf dieser Seite für Sie bereitgestellt haben. Einmal erleben Sie Ashkenazy als Dirigenten mit Schumanns 2.Symphonie, im anderen Video können Sie noch einmal seinen triumphalen Auftritt beim Tchaikovsky-Wettbewerb 1962 nachverfolgen!