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Backakademie Stuttgart

Musikfest Stuttgart 2012

Montag | 10. September 2012

15:00 | Martinskirche am Pragfriedhof | Glockenmusik

Martinskirche (Foto hs)

Stuttgart ist ungewöhnlich reich an besonders klangschönen historischen und modernen Glocken. Glocken prägen den Klang einer Stadtlandschaft und bilden deren Klangsilhouette – Grund genug für das Musikfest Stuttgart, sich ihrer anzunehmen. Der Glockensachverständige Jens Harnisch wird ausgewählte Geläute vorstellen. Mit diesen Glockenkonzerten lässt sich Stuttgart wunderbar musikalisch erobern.

19:00 | Theaterhaus | T3 | Verfolgter Glaube I 44

ARC Ensemble (Foto: Gary Mulcahey)

Das kanadische, in Toronto beheimatete ARC Ensemble (Artists of the Royal Conservatory) hat sich einen hervorragenden, weit über Kanada hinausreichenden Ruf als musikalischer Anwalt jener, vor allem jüdischer, Komponisten erworben, die von Nazi-Deutschland vertrieben wurden. Paul Ben-Haim, geboren in München als Paul Frankenburger, emigrierte bereits 1933 nach Tel Aviv, wo er bis zu seinem Tode lebte und arbeitete. Der in Warschau geborene Mieczyslaw Weinberg musste nach dem deutschen Überfall auf Polen 1939 fliehen. Zunächst ließ er sich in Minsk nieder, aber 1941 musste er den Deutschen erneut entkommen und floh nach Taschkent. Die Werke zweier bedeutender Komponisten mit einem bewegten Schicksal eröffnen den Thementag »Verfolgter Glaube«.

20:30 | Theaterhaus | T2 | Das fünfte Gebot | Verfolgter Glaube II 45

Titus Engel (Foto: Agentur)

»Der Kaiser von Atlantis oder die Tod-Verweigerung« – so lautet der vollständige Titel dieser erschütternden, im Konzentrationslager Theresienstadt entstanden Kammeroper. Der Kaiser herrscht als Tyrann und führt Krieg. Dem Tod befiehlt er, die feindlichen Soldaten niederzustrecken. Aber der lehnt das ab und streikt. Ein bewegenderer Kommentar zum fünften Gebot »Du sollst nicht töten« ist kaum denkbar.

22:00 | Theaterhaus | T3 | Das erste Gebot | Verfolgter Glaube III 46

Ars Nova Copenhagen (Foto: Agentur)

Im Zentrum dieses Konzerts steht das das achtzehnminütige Werk »Credo – Ani Ma'amin« der israelischen Komponistin Shulamit Ran. Es kombiniert das lateinische Credo, jüdische Glaubensgebete und gesprochene Zeugnisse über den Holocaust und den 11.September 2001 miteinander – ein aufrüttelndes Werk über die Gefährdungen des Glaubens. Eine Reihe von Marienmotetten geben dem Konzert einen versöhnlichen und heilsamen Abschluss. Ars Nova Kopenhagen ist das führende Vokalensemble Skandinaviens für Alte und Neue Musik.